Nachtfarben-Labor
Ein kurzes Experiment für ältere Kinder über Infrarotlicht, Schwarzweiß-Nachtbilder und vorsichtige Bestimmung.
Geprüft am 2026-09-14

Warum ist der Fuchs nachts grau und warum leuchten Augen manchmal sehr hell? Im Nachtfarben-Labor untersucht ihr vorhandene Wildkamera-Aufnahmen, ohne nachts selbst Tiere aufzusuchen. Es eignet sich ungefähr ab neun Jahren und dauert 45 Minuten.
Ihr braucht
Drei ausgedruckte oder lokal gespeicherte Aufnahmen derselben Bildzone: möglichst ein Tagesbild, ein Nachtbild ohne Tier und ein Nachtbild mit Tier. Personenbilder werden vorher gelöscht.
Drei Beobachtungsrunden
- Nur Formen: Deckt Datum und Dateinamen ab. Welche Merkmale erkennt ihr auch ohne Farbe – Größe, Schwanz, Ohren, Gang?
- Licht vergleichen: Sucht helle Blätter, dunkle Schatten und reflektierende Augen. Infrarot-Aufnahmen bilden nicht dieselben Farben ab wie Tageslicht.
- Sicherheit benennen: Jede Person vergibt „sicher“, „wahrscheinlich“ oder „offen“ und nennt das entscheidende Merkmal.
Der wichtigste Fund
Eine gute Bestimmung stützt sich nicht auf eine einzelne vermeintliche Fellfarbe. Körperform, Bewegung, Größe im bekannten Bildausschnitt und mehrere Aufnahmen sind belastbarer. Bleibt die Art offen, wird sie als „nicht sicher bestimmt“ archiviert.
Mehr dazu: Nachtbilder verbessern und Aufnahmen geordnet auswerten.
